Abfangdrohne Bird of Prey: Airbus meldet ersten Demonstrationsflug
Neun Monate nach Projektstart hat die Bird of Prey von Airbus auf einem Übungsgelände in Norddeutschland eine Kamikaze-Drohne autonom aufgespürt und bekämpft. Bewaffnet ist die Abfangdrohne mit Mark-I-Raketen von Frankenburg Technologies.

Auf einem militärischen Übungsgelände in Norddeutschland hat die Abfangdrohne Bird of Prey von Airbus ihren ersten Demonstrationsflug erfolgreich absolviert. Das Unternehmen gibt an, dass sie dabei in einem realitätsnahen Missionsszenario eine mittelgroße Kamikaze-Drohne autonom gesucht, erkannt und klassifiziert hat. Sobald das Ziel identifiziert war, griff Bird of Prey es mit einer Luft-Luft-Rakete vom Typ Mark I an, die das Verteidigungstechnologie-Start-up Frankenburg Technologies entwickelt hat.
Zwischen Projektbeginn und Demonstrationsflug lagen nur neun Monate. Als Prototyp flog eine modifizierte Airbus Do-DT25-Drohne mit 2,5 Metern Spannweite, 3,1 Metern Länge und 160 Kilogramm maximalem Startgewicht.

Bewaffnung der Abfangdrohne
Vier Mark-I-Luft-Luft-Raketen hatte der Prototyp an Bord, in der Einsatzversion sollen es bis zu acht sein. Die selbstzündenden Raketen fliegen im hohen Unterschallbereich, reichen bis zu 1,5 Kilometer weit, messen 65 Zentimeter und bringen jeweils weniger als zwei Kilogramm auf die Waage – leichter ist bislang keine gelenkte Abfangrakete. Ihr Splittergefechtskopf neutralisiert Ziele in unmittelbarer Nähe. Die wiederverwendbare Bird of Prey kann so pro Mission mehrere Kamikaze-Drohnen bekämpfen und neutralisieren, bei vergleichsweise geringen Kosten je Abschuss.
Konzipiert ist Bird of Prey für eine nahtlose Einbindung in die integrierte Luftverteidigungsarchitektur der NATO. Genutzt werden etablierte Führungs- und Kontrollsysteme auf Basis des Integrated Battle Management System (IBMS) von Airbus. Damit kann die Lösung zur Abwehr unbemannter Luftfahrzeugsysteme (UAS) einen wesentlichen, hochmobilen und ergänzenden Baustein in jeder integrierten, mehrschichtigen Luft- und Raketenabwehr bilden.
Fotocredits
© Airbus Defense & Space · © Airbus Defence & SpaceWeiterlesen

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Drohnenstationen für die Seeüberwachung: Rift beginnt Tests vor der französischen Küste

Seedrohnen für die Ostsee: Schweden kauft Überwachung von Saildrone als Dienstleistung

Seedrohnen: Eviden stellt mit SMX einen elektromagnetischen Navigationssensor vor

