Bodendrohne Mission Master SP: US Marines trainieren auf Okinawa mit Rheinmetall-UGV
Nicht mehr Demonstrator, sondern Ausrüstung für den Zug: Im Camp Schwab binden US Marines die Bodendrohne Mission Master SP in Übungen für Nachschub, Verwundetentransport und verdeckte Bewegungen ein.

Im Camp Schwab auf Okinawa (Japan) üben US-Marinesoldaten mit der Bodendrohne Mission Master Silent Partner von Rheinmetall. Beteiligt ist das 4. Marine Regiment der 3. Marine Division.
Der Mission Master SP (Silent Partner) zählt zu einer Familie autonomer, unbemannter Landfahrzeuge (UGV), die Infanteriekräfte in besonders gefährlichen Einsatzräumen unterstützen sollen. Auf Okinawa bauen die US Marines das System in Trainingsszenarien ein, in denen sich Nachschub auf der letzten Meile, der Transport von Verwundeten und verdeckte Bewegungen unter feindlicher Beobachtung verbinden.

Wie das US Marine Corps angibt, gelten die Fahrzeuge nicht länger als bloße Technologiedemonstratoren. Behandelt werden sie stattdessen als organische Ausrüstung für den Einsatz auf Zug-Ebene. Das ist ein entscheidender Schritt, sollen Einheiten der III. Marine Expeditionary Force diese Technologie auf Dauer übernehmen.
Leise Bodendrohne mit Elektroantrieb
Innerhalb der Mission-Master-Familie von Rheinmetall ist der Mission Master SP die leichtere Ausführung. Ein vollelektrischer Antriebsstrang und ein sehr niedriges 8×8-Fahrgestell verringern die akustische und thermische Signatur. Für Operationen in Reichweite gegnerischer Sensoren ist das ein wesentliches Kriterium.

Die Bodenfreiheit liegt bei 25 Zentimetern, Steigungen von bis zu 35 Grad bewältigt das Fahrzeug. Höchstens 40 km/h schnell, kommt es rein elektrisch 54 Kilometer weit. Als Option gibt es einen Hybrid-Diesel-Antrieb. Hängt der Mission Master SP als Anhänger an einem Zugfahrzeug, ist er für bis zu 70 km/h zugelassen.
In Portugal hatte Rheinmetall zuletzt außerdem erfolgreiche Tests des Mission Master gemeldet, und zwar bei den Übungen „Repmus” (Robotic Experimentation and Prototyping with Maritime Unmanned Systems) und „Dyms” (Dynamic Messenger).
Fotocredits
© US-Marinecorps/Lance Cpl. Tucker MocanWeiterlesen

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