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Unmanned Systems / Aerial Drones

Militärdrohne Camcopter S-301: Thales zeigt Schiebel-System auf der Eurosatory 2026 mit Waffen und Sensoren

Raketen, Loitering Munition, Radar und ELINT: Am Thales-Stand in Paris wird die Militärdrohne Camcopter S-301 von Schiebel mit einer ganzen Palette an Nutzlasten vorgeführt. Die modulare Plattform trägt bis zu 350 Kilogramm und bleibt bis zu 24 Stunden in der Luft.

Schiebel S-301
© Unmanned Magazine/Rosenkranz

Als moderne Militärdrohne, die bewaffnet werden kann und für Einsätze in komplexen Umgebungen gedacht ist, stellt Thales auf der Eurosatory 2026 in Paris den Camcopter S-301 von Schiebel vor – ein unbemanntes Luftfahrtsystem. Kennzeichnend für die Plattform sind die modulare Bauweise, eine Flugdauer von bis zu 24 Stunden und bis zu 350 Kilogramm Nutzlastkapazität.

Als Teil der S-300-Familie von Schiebel lässt sich der S-301 mit verschiedenster Missionsausrüstung bestücken: mit modernen elektrooptischen/infraroten Sensoren (EO/IR) und Laser-Designatoren, mit kompakten Radarsystemen und auch mit Bewaffnung (-> Schiebel zeigt erstmals seinen bewaffneten S-301).

Bewaffnung der Militärdrohne: Laserraketen und Toutatis

Im Freigelände präsentiert Thales den S-301 in mehreren Konfigurationen mit Waffen und Sensoren. Zu sehen sind an den externen Waffenstationen etwa Laserraketen in 70 und 68 Millimeter sowie die Loitering Munition Toutatis.

Toutatis Loitering Munition
Die Toutatis Loitering Munition kann mit dem S-301 gemeinsam in Einsatz gebracht werden. Der S-301 fungiert dabei als Trägersystem und Repeater. · © Unmanned Magazine/Rosenkranz

Über mehrere Kilometer treffen die lasergelenkten Raketen sehr genau. Toutatis ist eine gemeinsame Entwicklung von Thales und dem französischen Drohnenhersteller Aeromapper; die Loitering Munition kann 45 Minuten in der Luft bleiben und wirkt auf bis zu zehn Kilometer. Thales zufolge war die Integration in den S-301 vergleichsweise einfach.

Schiebel S-301
© Unmanned Magazine/Rosenkranz
Schiebel S-301
© Unmanned Magazine/Rosenkranz

Ergänzend zeigt Thales gemeinsam mit dem S-301 mehrere Systeme und Sensoren aus dem eigenen Portfolio. Eines davon ist das Kollisionsvermeidungssystem IFF-ACAS, in dem Freund-Feind-Identifikation und KI-gestützte Logik für die Flugsicherheit zusammenwirken.

Beim Micro-TMA Platform Data Link handelt es sich um ein softwaredefiniertes Funkgerät, das Daten in Echtzeit über bis zu 200 Kilometer überträgt. Dank der Nutzung von Mehrwegsignalen soll die Verbindung auch in urbanen Umgebungen stabil bleiben.

Ebenfalls zu sehen ist der Air Master C, ein 2D-AESA-Radar mit Dual-Range-Funktion: Es überwacht Ziele im Nah- und Fernbereich gleichzeitig, und zwar auf See, in der Luft und am Boden. Hinzu kommt der I-Master, ein leichtes MTI/SAR-Radar. Es wiegt rund 30 Kilogramm, deckt 360 Grad ab und erreicht eine SAR-Auflösung von bis zu unter 30 Zentimetern. Zielverfolgung und Geländekartierung sind damit auch bei schlechtem Wetter möglich.

Für die elektronische Aufklärung ist der S-301 zudem mit dem ELINT/ESM-Sensor Curco ausgestellt. Er arbeitet im Bereich von 2 bis 18 GHz, analysiert, ortet und identifiziert Radaremissionen in Echtzeit und erreicht dabei eine Richtungsgenauigkeit von drei Grad.

Gezeigt wird außerdem der Eagle Tracker. Das passive ESM/COMINT-System erfasst und lokalisiert gegnerische Kommunikation zwischen 400 MHz und 6 GHz und beherrscht sowohl Stand-off- als auch Stand-in-Lokalisierung.

Fotocredits

© Unmanned Magazine/Rosenkranz
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