Unbemannte Systeme bei „Repmus 2025”: Schiebel fliegt Camcopter S-100 in NATO-Übung der portugiesischen Marine
Funkaufklärung, KI-Anomalieerkennung und Steuerung direkt aus der Tacticos-Konsole: Bei „Repmus 2025” erprobte Schiebel seinen Camcopter S-100 mit mehreren Nutzlasten. Im Fokus: wie sich unbemannte Systeme in moderne Gefechtsführungssysteme integrieren lassen.

Unbemannte Systeme im maritimen Einsatz standen bei der diesjährigen NATO-Übung „Repmus 2025” (Robotic Experimentation and Prototyping using Maritime Uncrewed Systems) im Mittelpunkt, die die portugiesische Marine ausrichtete. Schiebel war erneut mit seinem Camcopter S-100 vertreten. In mehreren Missionen bewies das unbemannte Drehflügelsystem, dass es sich für maritime Umgebungen eignet und in moderne Gefechtsführungssysteme integrieren lässt.
Wie der österreichische Drohnenhersteller angibt, trug der S-100 eine Reihe fortschrittlicher Sensoren, Kommunikationsverbindungen und KI-gestützter Datenmodule. Getestet wurde unter anderem das CRFS RFeye Node 100-18 LW: Dieser Funkaufklärungssensor (SIGINT) erfasst Aktivitäten im Frequenzbereich bis 18 GHz und kann sie in Echtzeit geolokalisieren.



Hinzu kam das Akheros Skylock-System, dem der KI-Rahmen von NATO DIANA (Defence Innovation Accelerator for the North Atlantic) zugrunde liegt. Damit lassen sich Anomalien während des Fluges analysieren und erkennen; erprobt wurden so Verfahren zur Datenfusion und zur autonomen Entscheidungsunterstützung.
Tacticos-Anbindung für unbemannte Systeme
Im Fokus stand die Integration in Tacticos, das Gefechtsführungssystem von Thales. Demonstriert wurde dabei das neue STANAG-4817-Protokoll, über das die Bediener den S-100 direkt von der Tacticos-Konsole aus steuern konnten. Das gilt als Schritt in Richtung einer standardisierten, NATO-weiten Führungsarchitektur.
Gezeigt wurden außerdem der Oceanwatch PT-8-Sensor, entwickelt, um kleine Objekte auf der Meeresoberfläche über große Entfernungen autonom zu erkennen, sowie ein bathymetrisches LiDAR (Areté PILLS/PNGS). Getestet wurde – in Kooperation mit dem US-Unternehmen Areté – das neue LiDAR-System für flache Gewässer und die Erkennung von Hindernissen. Die Abtastrate der Technologie stieg, und auf einem portugiesischen Offshore-Patrouillenschiff kam sie erfolgreich zum Einsatz.
Hans Georg Schiebel, Chairman der Schiebel Group, sagte dazu: „Die Übung ,Repmus’ bietet eine realistische Umgebung, um Fähigkeiten im maritimen Bereich zu erproben und Interoperabilität zwischen Systemen und Nationen weiterzuentwickeln”.
Erst kürzlich hatte der österreichische Drohnenhersteller zudem bewaffnungsfähige Varianten des S-100 und des größeren S-300 präsentiert.
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