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Counter-UAS

Laser-Drohnenabwehr: Aerovironment testet Locust erstmals erfolgreich im US-Luftraum

Erstmals hat eine Laser-Drohnenabwehr im nationalen Luftraum der USA einen Test bestanden. Im Mittelpunkt standen Abschaltmechanismen und der zivile Luftverkehr – die FAA sieht kein erhöhtes Risiko.

Drohnenabwehr Laser-System
© AeroVironment

Einen Test zur Laser-Drohnenabwehr im US-Luftraum hat Aerovironment (AV) erstmals erfolgreich abgeschlossen, und zwar gemeinsam mit dem US-Verteidigungsministerium und der US-Luftfahrtbehörde FAA. Nach Darstellung des Unternehmens ist das ein Meilenstein für Directed-Energy-Systeme und für den Heimatschutz der USA.

Anfang März wurde am White Sands Missile Range (WSMR) erprobt. Laut Aerovironment konnte das Hochenergie-Lasersystem Locust dabei zeigen, dass es Drohnenziele sicher und präzise bekämpft. Die Leitung lag bei der Joint Interagency Task Force 401 (JIATF-401). Zugleich bildete der Test die Basis für eine spätere Vereinbarung zwischen Verteidigungsministerium und FAA, mit der der Einsatz des Systems im nationalen Luftraum der USA grundsätzlich validiert wird.

John Garrity, Vice President for Directed Energy Systems bei Aerovironment, sagte dazu: „Das ist ein entscheidender Moment für Directed Energy und die Zukunft der Heimatschutzverteidigung.” Und weiter: „Locust hat nun bewiesen, dass das System selbst im komplexesten Luftraum der Welt sicher und effektiv betrieben werden kann.”

Sicherheitsmechanismen der Laser-Drohnenabwehr

Besonderes Augenmerk galt bei den Tests den Sicherheitsmechanismen. Automatische Abschaltfunktionen sollen gewährleisten, dass das System nur eindeutig identifizierte Ziele bekämpft. Außerdem wurden Szenarien mit zivilem Luftverkehr simuliert, damit sich Auswirkungen auf den regulären Flugbetrieb ausschließen lassen.

Locust bewies zudem, dass es stationäre wie bewegliche Luftziele präzise bekämpfen kann. Für Aerovironment belegt das, dass das System für moderne Luftverteidigungsarchitekturen gegen Bedrohungen durch Drohnen einsatzreif ist.

Wie wichtig die Technologie für den Heimatschutz ist, unterstrich Brigadegeneral Matt Ross, der die JIATF-401 leitet: „Diese erfolgreichen Tests zeigen die Fortschritte bei der Drohnenabwehrtechnologie und stellen sicher, dass unsere Streitkräfte über modernste Fähigkeiten verfügen, um den nationalen Luftraum zu schützen.”

Zum Hintergrund: Seit Jahren steigt im US-Luftraum die Zahl der Drohnenvorfälle und der unerlaubten Drohnenflüge. Behörden und Streitkräfte stehen daher zunehmend unter Druck, Abwehrlösungen zu entwickeln, die wirksam und zugleich sicher sind.

Nach einer umfassenden Sicherheitsbewertung kam die FAA zu dem Schluss, dass die getesteten Lasersysteme „kein erhöhtes Risiko für die zivile Luftfahrt” darstellen. FAA-Chef Bryan Bedford verwies auf die enge Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium, durch die neue Fähigkeiten sicher in den nationalen Luftraum eingebunden werden sollen.

Teil der neuen Halo Shield-Architektur von Aerovironment ist Locust ebenfalls. Dabei handelt es sich um ein mehrschichtiges Abwehrsystem, das unterschiedlichste Luftbedrohungen erkennen, verfolgen und bekämpfen soll. Sensoren, Gefechtsmanagement und verschiedene Effektoren werden darin kombiniert; geschützt werden sollen künftig vor allem kritische Infrastruktur, Grenzen und sensible Einrichtungen.

Mary Clum, bei Aerovironment Präsidentin der Bereiche Space, Cyber and Directed Energy, betonte die enge Zusammenarbeit von Militär, Behörden und Industrie: „Die Koordination zwischen den beteiligten Stellen war entscheidend, um operative, regulatorische und sicherheitsrelevante Anforderungen für diesen bislang einzigartigen Test zusammenzuführen.”

Fotocredits

© AeroVironment
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