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Unmanned Systems / Maritime Drones

Seedrohnen von Stark: Vanta-4 und Vanta-6 markieren den Einstieg in den maritimen Bereich

Bisher stand Stark für Loitering Munition, nun folgen Seedrohnen: Die unbemannten Boote Vanta-4 und Vanta-6 haben beim NATO-Manöver „REP(MUS)” in Portugal bereits Missionen absolviert. Gebaut wird gemeinsam mit JD Marine International.

Vanta-6 UPS
© Stark

Mit zwei unbemannten Bootssystemen, Vanta-4 und Vanta-6, steigt Stark in den maritimen Bereich ein und baut damit sein Portfolio aus. Vorgestellt hat der deutsche Loitering-Munition-Spezialist die beiden Seedrohnen in einer Pressemitteilung.

Der NATO und ihren Partnern sollen die Systeme nach Darstellung von Stark ein „entscheidendes Mittel bieten, um Europas Seegebiete vor wachsenden Bedrohungen zu schützen”. Ausgelegt sind die Boote für eine kosteneffiziente Serienproduktion; ihre Reichweite beträgt bis zu 900 Seemeilen, und sie lassen sich im Schwarm einsetzen. Damit sollen mehrere Einsatzräume zugleich überwacht und Bedrohungen dauerhaft unter Kontrolle gehalten werden können, während das Risiko für das eigene Personal deutlich sinkt.

Warum Stark auf Seedrohnen setzt

Begründet wird der Schritt aufs Meer mit dessen strategischer Bedeutung: Über Unterseekabel läuft rund 95 Prozent des weltweiten Datenverkehrs, auf dem Seeweg werden rund 90 Prozent des globalen Warenhandels abgewickelt. Schon die europäischen NATO-Staaten haben ein Seegebiet von über fünf Millionen Quadratkilometern abzusichern, mehr als die Landmasse der gesamten EU. Konventionelle Schiffe könnten das nach Angaben von Stark nicht mehr leisten.

Präsentiert wurden Vanta-4 und Vanta-6 beim NATO-Manöver „REP(MUS)” in Portugal. Dort haben die Boote bereits zahlreiche Missionen hinter sich, unter anderem Begleitschutz, Hafenüberwachung, die Aufklärung verdächtiger Kontakte und Patrouillen bei Nacht.

Partner bei der Einführung der Vanta-Familie ist der britische Schiffbauer JD Marine International. Dank der eigenen Führungssoftware Minerva sollen die Boote von Anfang an auf komplexe, domänenübergreifende Szenarien ausgelegt sein. Stark dazu: „Minerva gewährleistet die Interoperabilität mit Aufklärungs- und Wirksystemen und verschafft der NATO die Fähigkeit zu nahtlosen Operationen zu Land, in der Luft und auf See”.

Welche Bedeutung das Thema hat, hob Philip Lockwood hervor, Geschäftsführer von Stark International: „Werden Unterseekabel durchtrennt, steht der Zahlungsverkehr still. Werden Schifffahrtswege blockiert, steigen die Preise im Supermarkt. Das Meer ist nicht nur Teil unserer Sicherheit, es ist ihr Fundament. In diesem Bereich dürfen wir uns keine Verwundbarkeit leisten.”

Fotocredits

© Stark
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