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Unmanned Systems / Maritime Drones

Unbemanntes U-Boot „XV Excalibur”: Royal Navy startet erstmals Mk48-Schwergewichtstorpedo

Vor der schottischen Küste hat die Royal Navy unter „Project Broadsword/Trial Iron” ein unbemanntes U-Boot einen Mk48 Mod 4 abfeuern lassen. Die XLUUV-Erprobung gehört zur zweiten Säule des AUKUS-Abkommens; die Fähigkeit wurde binnen sechs Monaten integriert.

Unbemanntes U-Boot feuert erstmals Torpedo
© Crown

Ein unbemanntes U-Boot der Royal Navy hat zum ersten Mal einen Schwergewichtstorpedo abgefeuert: Vor der schottischen Küste startete die zwölf Meter lange „XV Excalibur” einen Mk48 Mod 4. Für bewaffnete unbemannte Unterwasserfahrzeuge bedeutet der Versuch einen wichtigen Schritt.

Schauplatz war das British Underwater Test and Evaluation Centre (BUTEC) bei Kyle of Lochalsh. Die „XV Excalibur”, ein experimentelles Extra-Large Uncrewed Underwater Vessel (XLUUV), hatte man zuvor mit einem speziellen System ausgestattet, das den Mk48 Mod 4 aus US-amerikanischer Produktion steuert und auslöst. Geschossen wurde eine inerte Torpedovariante, die sich wiederverwenden lässt.

Bemerkenswert ist zudem, wie schnell das ging: Nur sechs Monate benötigten britische und US-amerikanische Teams zusammen mit Industriepartnern, um die Fähigkeit zu integrieren und zu erproben.

AUKUS-Säule zwei: Weg zum bewaffneten XLUUV

„Project Broadsword/Trial Iron” lautet die Bezeichnung des Versuchs. Er läuft unter der zweiten Säule von AUKUS, dem Abkommen Australiens, Großbritanniens und der USA; diese Säule zielt darauf, neue militärische Fähigkeiten rasch zu entwickeln. Der jetzige Test eröffnet eine Serie von Erprobungen, deren Komplexität schrittweise zunimmt. Am Ende sollen unbemannte Unterwasserfahrzeuge stehen, die bewaffnete Einsätze übernehmen – ohne dass eine Besatzung in Gefahr gerät.

Diese Versuche markieren einen entscheidenden Moment für AUKUS und zeigen, was Großbritannien, Australien und die Vereinigten Staaten gemeinsam erreichen können— First Sea Lord General Sir Gwyn Jenkins

An der „XV Excalibur” lasse sich ablesen, so Jenkins weiter, wie unbemannte Systeme Seite an Seite mit bemannten Kriegsschiffen sowie U-Booten künftig für „größere Kampfkraft unter Wasser” sorgen könnten.

Zum Torpedo: Der Mk48 misst knapp sechs Meter, sein Gewicht übersteigt 1,5 Tonnen. Als Schwergewichtstorpedo gegen U-Boote wie gegen Überwasserschiffe konzipiert, gehört er bei mehreren Marinen zum Bestand. Dass beide – Torpedo und „XV Excalibur” – nie für ein Zusammenspiel ausgelegt waren, macht die Kombination zum Demonstrator: Vorhandene Systeme lassen sich rasch zusammenführen, ohne erst spezialisierte Plattformen langwierig entwickeln zu müssen.

Unbemanntes U-Boot feuert erstmals Torpedo
© Crown

Unbemanntes U-Boot als Testplattform der „Hybrid Navy”

Gebaut hat die „XV Excalibur” das Unternehmen MSubs; seit Mai 2025 steht sie im Dienst. Das Experimental-U-Boot mit zwölf Metern Länge nutzt die Royal Navy, um neue Technologien aus den Bereichen Autonomie und unbemannte Systeme zu erproben. Dahinter steht das britische Konzept der „Hybrid Navy”: Künftig sollen klassische Kriegsschiffe und U-Boote eng mit autonomen und unbemannten Systemen operieren – die Erprobung ist Teil dieses Konzepts.

Von einem wichtigen Schritt sprach auch Lieutenant Commander David Iwanek, der auf britischer Seite die Tests leitete:

Die Bedeutung dieses Erfolgs kann kaum überschätzt werden – er ebnet den Weg für einen grundlegenden Sprung bei der Unterwasser-Wirkfähigkeit.— Lieutenant Commander David Iwanek, britischer Testleiter

Fotocredits

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