Watchkeeper Mk.1: Britische Streitkräfte sollen Drohnen im Zuge eines Sparprogramms ausmustern
Erst 2018 voll einsatzbereit, nun vor dem Aus: Großbritannien will die Watchkeeper Mk.1 stilllegen. Hinter der Entscheidung stehen ein Sparpaket von rund 600 Millionen Euro sowie technische Probleme und Kostenüberschreitungen der Plattform.

Die Watchkeeper Mk.1-Drohnen der britischen Streitkräfte sollen aus dem Dienst genommen werden, wie Verteidigungsminister John Healy erklärt. Der Schritt soll zu einem umfassenden Kostensparprogramm gehören, mit dem rund 600 Millionen Euro eingespart werden sollen.
Überraschend ist die Stilllegung, weil der Drohnentyp noch relativ neu ist: Volle Einsatzbereitschaft hatten die Watchkeeper-Drohnen erst 2018 erreicht, produziert wurde bis 2021. Technische Probleme und massive Kostenüberschreitungen – in der Entwicklung ebenso wie im Betrieb – ließen die Plattform jedoch zunehmend als Belastung erscheinen.
Healy begründete den Schritt so: „Die moderne Armee benötigt flexible, zuverlässige UAV, die unter schwierigen Bedingungen operieren können. Die Außerdienststellung der Watchkeeper Mk.1 ermöglicht es uns, schnell auf fortschrittlichere Lösungen umzusteigen, die auf operativen Erfahrungen basieren”.
Watchkeeper-Basis stammt von Elbit Systems
Grundlage der Watchkeeper Mk.1 ist die israelische Hermes 450 von Elbit Systems, die Weiterentwicklung übernahm Thales UK. Die hohen Erwartungen erfüllte das Modell nicht. Dessen ungeachtet entschieden sich die rumänischen Streitkräfte noch 2022 für die Variante Watchkeeper X und bestellten drei Systeme für knapp 180 Millionen Euro.
Auch Luftstreitkräfte und Royal Navy sind von weiteren Einsparungen betroffen. Die Royal Air Force soll 17 Puma-Hubschrauber und 14 Chinooks außer Dienst stellen. Ausgemustert werden dürften außerdem die beiden amphibischen Angriffsschiffe „HMS Albion” und „HMS Bulwark” sowie die Fregatte „HMS Northumberland” vom Typ 23.
Weiterlesen

Loitering Munition Virtus von Stark: Panzerbrigade 45 „Litauen“ erprobt das System bei „Freedom Shield 2026“

Drohnenstationen für die Seeüberwachung: Rift beginnt Tests vor der französischen Küste

Seedrohnen für die Ostsee: Schweden kauft Überwachung von Saildrone als Dienstleistung

Seedrohnen: Eviden stellt mit SMX einen elektromagnetischen Navigationssensor vor

