MQ-9B SkyGuardian fliegt erstmals mit PT6-E-Triebwerk von Pratt & Whitney Canada
Ein 44-minütiger Erstflug soll die Tauglichkeit des neuen Antriebs belegt haben: General Atomics hat die MQ-9B mit einem PT6-E-Turboprop erprobt, der ein Drittel mehr Leistung verspricht. Auch der SeaGuardian soll das Triebwerk erhalten.

Mit einem Turboprop-Triebwerk vom Typ PT6 E-Series von Pratt & Whitney Canada ist das ferngesteuerte Flugzeug MQ-9B SkyGuardian von General Atomics Aeronautical Systems vor Kurzem geflogen. Der Erstflug mit dem PT6-Triebwerk an der MQ-9B dauerte 44 Minuten, Vertreter beider Unternehmen waren dabei. Einer Unternehmensaussendung zufolge hat er gezeigt, dass das Triebwerk tauglich ist. Künftig soll es auch im MQ-9B SeaGuardian verwendet werden.
David R. Alexander, Präsident von General Atomics, äußerte sich so: „Wir freuen uns sehr, das PT6-Triebwerk an unserem MQ-9B-Flugzeug zu sehen. Wir arbeiten schon seit Jahren mit Pratt & Whitney zusammen, insbesondere bei unserem strahlgetriebenen Avenger, und wir haben eine sehr produktive Partnerschaft.“ Und weiter: „Der Erstflug ist ein wichtiger Meilenstein für MQ-9B SkyGuardian- und SeaGuardian-Kunden und für Missionen, die zusätzliche Leistung erfordern. Darüber hinaus profitieren Kunden, die sich für das Triebwerk von Pratt & Whitney entscheiden, von den niedrigen Instandhaltungskosten.“
Mehr Leistung für künftige MQ-9B-Missionen
Bei der PT6 E-Serie handelt es sich um eine vielseitige Familie von Turboprop-Triebwerken, die künftigen MQ-9B-Missionen wesentliche Leistungsverbesserungen bringt. Im Vergleich zum derzeitigen Triebwerk der MQ-9B ist mit dem PT6 ein Leistungsplus von 33 Prozent möglich. Hinzu kommt ein hochentwickelter digitaler Zweikanal-Triebwerksregler mit voller Autorität.
Als RPA der nächsten Generation von General Atomics zeichnet sich die MQ-9B durch außergewöhnlich hohe Ausdauer und Reichweite aus. Start und Landung erfolgen automatisch, gesteuert werden kann das System ausschließlich über SATCOM. Im Einsatz steht es bereits in Japan und den USA, an das Vereinigte Königreich wird schon ausgeliefert. Verträge bestehen außerdem mit Belgien, Kanada, Taiwan und der US Air Force zur Unterstützung des Special Operations Command.
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