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Unmanned Systems / Aerial Drones

Mini-Drohnen aus Gazelle und A400M: Frankreichs DGA erprobt den Abwurf aus fliegenden Plattformen

Aus dem Hubschrauber ausklinken, am Boden übernehmen: Die französische Rüstungsbehörde DGA prüft, wie sich Mini-Drohnen sicher aus bemannten Luftfahrzeugen ausbringen lassen. Abwurftests mit Gazelle und A400M verliefen erfolgreich, die Freigabe für den Flugbetrieb ist das Ziel.

Drones in action
© DGA

Eine vergleichsweise neue operative Anforderung der Streitkräfte wird derzeit in Frankreich intensiv bewertet: Drohnen sollen aus bemannten Luftfahrzeugen ausgebracht und danach von einem Operator am Boden übernommen werden. Zuständig ist die Direktion für Ingenieurwesen und Expertise (Direction de l’ingénierie et de l’expertise, DIE) der Rüstungsbehörde DGA. Auf den ersten Blick wirkt das Konzept simpel – Mini-Drohnen werden aus einem Flugzeug oder Hubschrauber ausgeklinkt, worauf ein Operator am Boden die Steuerung übernimmt und die Mission ausführt.

Praktisch ist das Verfahren aber hochkomplex, weil es an zwei zentrale Bedingungen geknüpft ist. Die erste: Beim Verlassen des Trägerluftfahrzeugs darf die Drohne weder beschädigt noch gar zerstört werden – binnen eines Sekundenbruchteils beschleunigt sie von null auf dessen Geschwindigkeit und ist dabei starken Luftströmungen und Turbulenzen ausgesetzt. Die zweite: In diesen Verwirbelungen darf die Drohne weder das Trägerluftfahrzeug beschädigen noch in sicherheitskritische Komponenten gelangen.

Abwurftests mit Mini-Drohnen aus Hubschrauber und Transporter

Damit diese Risiken möglichst klein bleiben, wurde jeder infrage kommende Drohnentyp numerisch simuliert – sowohl zur aerodynamischen Charakterisierung als auch zur sicheren Trennung vom Trägerluftfahrzeug. Anschließend galt es, die Simulationen in realen Versuchen zu bestätigen. An diesem Punkt kamen die beteiligten Fachzentren DGA Essais en vol, DGA Techniques aérospatiales und DGA Techniques terrestres ins Spiel.

In mehreren gemeinsamen Erprobungskampagnen wurden unter anderem Mini-Drohnen aus der Seitentür eines Gazelle-Hubschraubers abgeworfen, außerdem aus der Heckrampe und den seitlichen Fallschirmspringertüren eines A400M-Transportflugzeugs. Einer aktuellen Aussendung der DIE zufolge verliefen die Versuche in beiden Fällen „äußerst zufriedenstellend” und „ebnen nun den Weg für die angestrebte Freigabe dieser Einsatzprofile im Flugbetrieb”.

Fotocredits

© DGA
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