Unbemannte Systeme im Verbund: Leonardo M-346FA fliegt in Formation mit Baykars Kizilelma
In Çorlu haben Leonardo und Baykar Crewed-Uncrewed Teaming aus der Simulation in die Luft gebracht. Für das K-SWARM-Programm, das bemannte Jets und unbemannte Systeme enger zusammenführen soll, sind weitere Flugtests geplant.

Bemannte Jets und unbemannte Systeme im gemeinsamen Formationsflug: Zwei Flugzeuge vom Typ Leonardo M-346 und die unbemannte Bayraktar Kizilelma haben im K-SWARM-Programm erfolgreich autonome Formationsflüge absolviert. Am Start waren eine M-346 Fighter Attack (FA) des Herstellers Leonardo und als Begleitflugzeug eine T-346A, gestellt von der italienischen Luftwaffe.
Stattgefunden haben die Tests in Çorlu (Türkei). Sie „validierten kollaborative und koordinierte Operationen auf Basis fortschrittlicher Algorithmen der nächsten Generation”, heißt es seitens der beiden Unternehmen.

Damit gelang der Schritt aus der Simulation in den echten Flugbetrieb. Gezeigt wurde, wie Crewed-Uncrewed Teaming (CUC-T) und Schwarmtaktiken künftige Luftkampfsysteme prägen könnten. Selbstständig kehrte die Kizilelma zur M-346 zurück, gesteuert von Algorithmen für Smart Fleet Autonomy des Herstellers Baykar. Welche Formation geflogen wurde, bestimmten die M-346-Piloten; die Kizilelma folgte präzise.
Wie bemannte Jets und unbemannte Systeme Daten teilen
Ein fortschrittliches System zum Datenaustausch hielt alle relevanten Informationen auf den Plattformen synchron. Geschützt wurde die Verbindung durch die GCC Tactical Platform von Leonardo, welche alle beteiligten Systeme in Echtzeit überwacht und absichert.
Monatelang hatten sich die Teams beider Firmen auf die Live-Tests vorbereitet. Geprüft wurden Integrationsschritte, Szenarien und Algorithmen aus Leonardos Laboren für Avionik und Flugsteuerung sowie aus dem PC2LAB in Turin. Baykar arbeitete parallel in den eigenen Einrichtungen fortschrittliche Fähigkeiten der Smart Fleet Autonomy in die Algorithmen für CUC-T ein. Weil die Kizilelma bereits erweiterte Autonomiefunktionen mitbrachte, war die Integration erheblich einfacher.

Wie es mit K-SWARM weitergeht, hängt entscheidend von den gesammelten Daten ab. Das Programm soll künftig noch komplexere Einsätze ermöglichen, mit besserer Lageerfassung und engerem Zusammenwirken bemannter und unbemannter Plattformen. Weiterentwickelte KI und Algorithmen sollen die Systeme schrittweise vom ferngesteuerten zu immer autonomerem Betrieb führen.
Angestrebt wird, die Piloten zu entlasten und militärische Missionen zugleich effektiver zu machen. Die erste Erprobungsphase zeigt, wie eng Leonardo und Baykar kooperieren, und belegt die technologischen Ziele beider Firmen. Schon in den nächsten Monaten sollen weitere, zunehmend anspruchsvolle Flugtests folgen.
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