Unbemannte Überwasserfahrzeuge mit Wirkmitteln: Stark präsentiert Vanta 12 mit Minerva, Cascade und Sea Venom
Unbemannte Überwasserfahrzeuge für Europas Seewege: Stark hat Vanta 12 vorgestellt – zwölf Meter lang, 1.200 Seemeilen Reichweite, zwei Tonnen Nutzlast und bei der NATO-Übung „Repmus” bereits im Verbund erprobt. Gebaut werden soll die Plattform in Flensburg.

Unbemannte Überwasserfahrzeuge mit KI an Bord: Unter dem Namen Vanta 12 hat Stark ein neues unbemanntes Überwasserfahrzeug (USV) präsentiert. Zwölf Meter lang, ist die Plattform darauf ausgelegt, weite Seegebiete autonom im Blick zu behalten, Bedrohungen auf See zu erkennen und sie bei Bedarf zu bekämpfen.
Die Steuerung übernimmt die KI-Plattform Minerva. Die Reichweite soll 1.200 Seemeilen erreichen, die Geschwindigkeit 40 Knoten – jeweils als Höchstwerte. Wochenlange Einsätze auf See sind laut Unternehmen damit möglich, unter anderem in Nord- und Ostsee sowie im Nordatlantik.
Zwei Tonnen Nutzlast kann Vanta 12 maximal aufnehmen. Integriert sind bereits zehn Cascade Loitering Munitions, deren Start Stark von Bord der Plattform demonstriert hat; dazu kommen vier Seezielflugkörper des Typs Sea Venom von MBDA. Das USV soll damit Ziele auf See aufklären und verfolgen, aber auch bekämpfen können; vorgesehen ist zudem, mit den Cascade-Systemen gegen Landziele zu wirken. Aufgaben, die bisher Schiffe mit Besatzung erfordern, könnte die Plattform so übernehmen – und dabei Personal schonen.
Unbemannte Überwasserfahrzeuge im Verbund: Test bei „Repmus”
Im September stand Vanta 12 bei „Repmus”, einer Übung der NATO, im Verbund mit bemannten und unbemannten Systemen im Test. Minerva führte das USV dabei, löste den Start von Cascade Loitering Munitions aus und simulierte einen Einsatz der Sea Venom.
Dass kritische Infrastruktur auf See zunehmend gefährdet ist, nennt Stark als Hintergrund möglicher Einsatzfelder: mutmaßliche Sabotage an Unterseekabeln, hybride Aktivitäten im Nord- und Ostseeraum und weitere Gefahren für die Seewege Europas.
Fertigung mit der Flensburger Shipyard
Partner für den Bau der Vanta-Familie ist die Flensburger Shipyard. Industrielle Fertigungskapazitäten für USV sollen in Flensburg entstehen; die Produktion ist so angelegt, dass sie mit der Nachfrage wachsen kann und eine Fertigung in Europa möglich macht.
Vanta 12 ist bis zu den Zähnen bewaffnet. Zwei Tonnen Nutzlast bedeuten, dass wir nicht nur Sensoren, sondern eine ganze Palette an Wirkmitteln integrieren können. Gleichzeitig kann das System wochenlang auf See bleiben, große Gebiete überwachen und Bedrohungen verfolgen. Das ist für uns der entscheidende Punkt: Wir wollen Bedrohungen früh erkennen und abschrecken. Wenn Abschreckung nicht reicht, kann Vanta-12 wirken.— Max Berger, Director Maritime bei Stark
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