UGV für die Logistik: Uncrew Robotics zeigt den elektrischen IC 12 D beim KSK-Symposium
Aus der Landwirtschaft zum Militär: Auf Wunsch der norwegischen Armee macht Uncrew Robotics sein UGV IC 12 D fit für den Nachschub. Bis zu 2.000 Kilogramm Nutzlast, Elektroantrieb und Lenkung ohne Wendekreis sollen den Transport leise und geländegängig machen.

Mit dem IC 12 D präsentierte Uncrew Robotics AS beim KSK-Symposium 2026 in Deutschland sein unbemanntes Landfahrzeug (UGV). Der Schwerpunkt liegt auf logistischer Unterstützung: Ohne Fahrer, leise und geländegängig soll das UGV Material über kurze bis mittlere Distanzen befördern.
Ursprünglich entstand das norwegische System für zivile Aufgaben in der Landwirtschaft. Auf Anfrage der norwegischen Armee wird es jetzt für den militärischen Einsatz angepasst; für diese „Defence”-Variante steht das „D” im Namen IC 12 D. Konzipiert ist das Fahrzeug als stark modulare und anpassbare Plattform, die sich je nach Auftrag mit unterschiedlicher Nutzlast und missionsspezifischen Aufbauten ausstatten lässt. Klassischer Transport ist damit nur eine Option – grundsätzlich soll das System auf verschiedene militärische Anforderungen zugeschnitten werden können.
Ferngesteuert, teilautonom oder vollautonom
Bedient wird das UGV IC 12 D per Fernsteuerung oder im teilautonomen Modus. Je nach Konfiguration und Verwendungszweck ist auch ein vollautonomer Betrieb vorgesehen. Zur Navigation und Wahrnehmung der Umgebung dienen zwei hochauflösende Kameras, ein duales LiDAR-System und GPS.
Eingeplant ist außerdem die Navigation dort, wo kein Satellitennavigationssignal verfügbar oder dieses gestört ist. Dafür sorgen eine robuste Funkverbindung und passende Navigationslösungen für Einsatzräume, in denen ein globales Satellitennavigationssystem (GNSS) verweigert wird. Für militärische Nutzer zählt diese Fähigkeit besonders, denn auf modernen Gefechtsfeldern können GPS- und andere GNSS-Signale gestört, manipuliert werden oder ganz ausfallen.
Elektroantrieb für unauffälligen Transport
Als zentralen Vorteil bringt der IC 12 D seinen elektrischen Antrieb mit. Angetrieben wird er von vier Elektromotoren mit je zehn Kilowatt; als Spitzenleistung nennt der Hersteller bis zu viermal 17 Kilowatt. So soll der Transport vergleichsweise leise und damit relativ unauffällig ablaufen.
Energie liefert eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 64 Kilowattstunden Kapazität, die dem IC 12 D bis zu zwölf km/h ermöglicht. Abhängig vom Einsatzprofil kann zwischen Zwei- und Vierradantrieb gewählt werden. Mit seinen großen Reifen ist das Fahrzeug erkennbar für Gelände abseits befestigter Wege gebaut.
Wendiges UGV mit fast eigenem Gewicht als Zuladung
Obwohl der IC 12 D gut vier Meter lang und rund zwei Meter breit ist, bleibt er beweglich. Da jedes Rad einen eigenen, unabhängigen Lenkmotor besitzt, dreht sich das Fahrzeug auf der Stelle und kommt ohne klassischen Wendekreis aus.
Das Gewicht des UGV liegt je nach Ausführung bei 2.200 bis 2.450 Kilogramm, die Nutzlast bei bis zu 2.000 Kilogramm. Fast sein eigenes Gewicht kann das System somit zusätzlich befördern – ein Wert, der es vor allem für Aufgaben bei Material und Nachschub interessant macht.

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© Militär Aktuell/BendlWeiterlesen

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