Bodendrohne Omsk-2: Russlands Luftlandetruppe WDW testet neues Robotersystem
Ein ferngesteuertes Kettenfahrzeug für Maschinengewehr, Granatwerfer, Fracht und Verwundete: Die WDW erprobt die Bodendrohne Omsk-2 – elektrisch, nahezu lautlos und klein genug für den Mi-17-Transporthubschrauber.

Eine Reihe neuartiger multifunktionaler Bodenrobotersysteme vom Typ Omsk-2 ist zur Erprobung bei der russischen Luftlandetruppe WDW (Wosduschno-dessantnyje woiska) eingetroffen – eine Bodendrohne, die auf konkrete Anforderungen der Truppe zurückgeht.
Hinter dem Wunsch der russischen Luftsturmtruppen stehen offenbar die Erfahrungen des Angriffskriegs gegen die Ukraine: Gefragt war ein ferngesteuertes Fahrzeug, das ein schweres Maschinengewehr oder einen automatischen Granatwerfer trägt und unter Frontbedingungen auch zumindest minimale Fracht oder Verwundete befördern kann.

Entwickelt wurde Omsk-2 in Omsk, unterstützt von den sogenannten Kulibin-Clubs der Volksfront. Bei 650 Kilogramm Eigengewicht nimmt das Kettenfahrzeug 350 bis 500 Kilogramm Fracht oder bis zu vier Personen auf. Es zieht einen Anhänger von über einer Tonne Gewicht und kann Pkw und Kleinbusse abschleppen.

Was die Bodendrohne leisten soll
Gesteuert wird das Fahrzeug entweder per Fernlenkung oder manuell, ähnlich wie ein Motorrad. Wie weit die Fernlenkung reicht, bleibt offen; angestrebt wird jedenfalls ein zweistelliger Kilometerwert. Später soll das Fahrzeug außerdem gleichbleibende Strecken vollautomatisch zurücklegen können, ohne dass ein Bediener eingreift.
Angetrieben von Elektromotoren, ist Omsk-2 auf rund 40 Minuten autonomen Betrieb ausgelegt und schafft in dieser Zeit 20 bis 30 Kilometer. In weniger als drei Sekunden beschleunigt es auf seine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h. Die feuerfesten Batterien können weder explodieren noch brennen, und Elektromotor und Gummiketten machen das Fahrzeug nahezu geräuschlos.

Gemeinsam mit den Entwicklern sucht das Institut für Panzerfahrzeugtechnik in Omsk nach weiteren Einsatzfeldern in Industrie, Feuerwehr und Kommunen. Für die Luftlandetruppe zählt besonders: Omsk-2 dürfte so kompakt sein, dass mindestens zwei Fahrzeuge in einen Mi-17-Transporthubschrauber passen.
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