Zum Inhalt springen
Unmanned Systems / Ground Robotics

Unbemanntes Landfahrzeug Varan: Visionwave zeigt autonome UGV-Plattform auf der Eurosatory 2026

Ohne GNSS und auf Wunsch rein passiv navigierend: Mit dem Varan hat Visionwave ein modulares unbemanntes Landfahrzeug für elektronisch umkämpfte Umgebungen präsentiert – mit bis zu 500 Kilogramm Nutzlast und bis zu 70 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Varan
© Rosenkranz

Erstmals präsentiert hat Visionwave seine neue Plattform Varan auf der Eurosatory 2026 in Paris: ein modular aufgebautes, autonomes unbemanntes Landfahrzeug (UGV).

Entwickelt wurde der Varan für die Anforderungen moderner Umgebungen, in denen elektronisch gekämpft wird. Er kommt ohne das globale Satellitennavigationssystem (GNSS) und ohne aktive Sensoren aus; bei Bedarf navigiert er ausschließlich passiv. Nach Angaben von Visionwave plant das Fahrzeug mithilfe von Stereo-Vision-Kameras, Wärmebildtechnik und KI-gestützter 3D-Interpretation des Geländes seine Routen autonom und fährt selbst unter extremsten Bedingungen autonom im Konvoi. Daneben lässt es sich auch ferngesteuert oder semi-autonom betreiben.

Varan
Auf der Eurosatory 2026 in Paris wurde der VARAN als vollständig entwickeltes, physisches Produkt erstmals präsentiert. · © Rosenkranz

Unbemanntes Landfahrzeug mit adaptivem Fahrwerk

Weil sich das höhenverstellbare Fahrwerk selbsttätig dem Gelände anpasst, bewältigt das UGV Hindernisse, ohne dass jemand manuell eingreifen muss. Visionwave beziffert die Steigfähigkeit mit 60 Prozent und die Querneigung mit bis zu 40 Prozent – im offenen Gelände ebenso wie an Wasserhindernissen oder urbanen Barrieren. Alle vier Räder haben einen eigenen Antrieb, sodass das Fahrzeug auf engstem Raum wenden kann. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 70 Kilometer pro Stunde ist es im Vergleich zu anderen UGV überdurchschnittlich schnell.

Ein einziges Chassis bildet die Basis, auf der das unbemannte Fahrzeug an eine Vielzahl von Missionen angepasst werden kann. Dank offener Architektur können Nutzerstaaten eigene Sensoren, nationale Kryptografie, Nutzlasten und Bewaffnung einbauen.

Zur Verfügung stehen dafür bis zu 500 Kilogramm Nutzlast sowie Anhängelasten von mehr als 1.000 Kilogramm. Abhängig von der Missionsausstattung ist ein ununterbrochener Betrieb von mindestens 4 und bis zu 28 Stunden möglich. Wird ein Radarm beschädigt, kann das Fahrzeug laut Visionwave die Mission trotzdem aus eigener Kraft zu Ende führen.

Konstruktiv ist es darauf ausgelegt, auch beschädigt noch zurückzukehren. Dank gemeinsamer Modulbauteile und eines Standard-Reparatursatzes für den Feldeinsatz lässt es sich direkt im Einsatzgebiet instand setzen, spezielle Infrastruktur ist dafür nicht nötig. Die Abmessungen: 265 Zentimeter Länge, 145 Zentimeter Breite.

Fotocredits

© Rosenkranz
Werbung336 × 280
Perimeter Protection 2027 – Jetzt Ticket sichern! 19.–21. Januar 2027, Nürnberg (incontent)

Weiterlesen

Die Woche der unbemannten Systeme.